Ausstellungszeitraum:

16.03.2019 - 31.05.2019


Öffnungszeiten:

Montag: 08:00 - 16:00 Uhr
Dienstag: 08:00 - 16:00 Uhr
Mittwoch: 08:00 - 16:00 Uhr
Donnerstag: 08:00 - 16:00 Uhr
Freitag: 08:00 - 16:00 Uhr
Samstag: geschlossen
Sonntag: geschlossen

frieder heinze - arbeiten auf papier

Mystisch und geheimnisvoll wirken die Malereien und Grafiken des in Leipzig geborenen Künstlers Frieder Heinze. Der Schüler von Bernhard Heisig und Werner Tübke, Mitinitiator und -gestalter des 1. Leipziger Herbstsalons (1984) kehrte sich schon früh von einer Darstellungsart ab, für die u.a. seine Lehrer exemplarische Gestaltungskonzeptionen entwickelten. Frieder Heinze verwarf die figürlich- illusionistische Malerei mit einem starken narrativen Bezug und entwickelte einen formel- und flächenhaften Malstil. Ornamenthafte Zeichen, kalligraphische Elemente, urtümliche Gestalten, auch Zitate mittelalterlicher religiöser Kunst verbreiten sich labyrinthartig über die Fläche, bevölkern in großer Dichte die gemalten bzw. gezeichneten Bildteppiche. Nicht von ungefähr wurde oft und richtig auf die Nähe der Bildsprache des Künstlers zu prähistorischen Darstellungen verwiesen. Frieder Heinze gefällt das Diktum von Picasso, der nach Besichtigung neu entdeckter Höhlenmalereien der Steinzeitmenschen mit Blick auf die eindrucksvollen Tierdarstellungen gesagt haben soll, dass die Künstler nichts dazugelernt hätten. Aber nicht nur Prähistorisches bzw. die sogenannte Kunst der Naturvölker bieten Inspirationsquellen. Die ausgestellten Lithografien, die in Teilen handkoloriert wurden, weisen auch deutliche Bezüge zu surrealistischen Strömungen auf. Der schier unerschöpfliche Erfindungsreichtum Frieder Heinzes schlägt eine Brücke von den phantastischen und seltsam verstörenden Figuren eines Hieronymus Bosch

Stand: 07.03.2019


Vita Frieder Heinze

 1950 in Leipzig geboren
 1966-69 Lehre als Maurer, Abitur
 1969-74 Studium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst, Leipzig
 1974-77 Meisterschüler bei Prof. Werner Tübke und Prof. Bernhard Heisig
 seit 1977 freischaffend
 1983-86 Arbeit am "unaulutu", Malerbuch
 1984 1. Leipziger Herbstsalon
 seit 1997 Zusammenarbeit mit dem Sanitärporzellanwerk "Duravit" in Meissen
 seit 2007 Zusammenarbeit mit dem  RUKA-Ofenkachelwerk in Mügeln Zahlreiche     Projekte im In- und Ausland
Ausstattung des Buch- und
Kulturhauses in Loschwitz/Dresden
Ausstattung der HNO Ambulanz der
Städtischen Klinik in Halberstadt
zahlreiche architekturbezogene Arbeiten:
Freiburg i. B., Pirna, Leipzig, Gatersleben,  Mittweida, u.a.